Buorre beaivi oder Hyvää päivää oder einfach "Guten Tag"

Kasimir, Cäsar, Fredi und Kerl in Finnisch - Lappland

 

Diesmal waren wir in einem zweisprachigen Land - "Buorre beaivi" ist Samisch und "Hyää päivää" ist Finnisch. Finnisch ist äääh . . . sprachlich a-ben-teu-er-lich. Und Samisch? Da kommen wir gleich zur Karte: Wie Ihr seht ist Lappland ein Land, das nicht nur in Finnland, sondern auch in Norwegen, Schweden und Rußland liegt - also ein grenzübergreifendes Land. Das liegt an den Samen. Ne, keine Blumensamen. Die Samen sind ein ursprüngliches Volk im Norden Skandinaviens, das auch bis hin zu Rußland lebte. Deren Land heißt Lappland, weil die Samen früher Lappen hießen. Damit jetzt keine wilden Phantasien um sich greifen - die Samen hießen nicht Lappen, weil sie in Lappen gekleidet waren (wär ja auch in den Regionen viiiel zu kalt gewesen). Ne, sie hießen Lappen, so vermutet man jedenfalls, weil das Wort "Lappen" im altfinnischen 'Randgebiet' bedeutete und damit sinngemäß die Samen, also die Lappen, als Bewohner des Grenzgebietes bezeichnete. Die Samen sind übrigens das einzige indigene Volk Europas. Deren "Hexen" waren auch die einzigen, die in Europa von der Hexenverfolgung verschont blieben.

 

Viel zu sehen gibt es dort landschaftlich im Winter nicht - Schnee, Schnee und nochmals Schnee. Und genau deshalb sind wir hin! Jungsabenteuer im Schnee! Husky-Schlitten fahren! Rentier-Safari! Zum Aufwärmen einen ordentlichen Grog in der Eis-Bar mit vorherigem Saunabesuch! Großartig!

 

Und Finnisch-Lappland in Zahlen?

190 000 Rentiere

749 Fjells (Fjell? ein Berg oberhalb der Nadelwaldgrenze)

1 Weihnachtsmann

 

Weihnachtsmann?! Aaalso: Der einzig wahre Weihnachtsmann ist Finne und lebt in Lappland. Das Zuhause des Weihnachtsmannes liegt im geheimnisvollen Korvatunturi („Ohren-Fjell“). Da der genaue Ort ein Geheimnis ist, von dem nur gaaanz wenige Auserwählte wissen (zu denen wir echt ehrlich bedauernswerter Weise nicht gehören - verstehen wir gar nicht, Ihr?), entschloss sich der Weihnachtsmann 1985, in der Hauptstadt Finnisch-Lapplands, Rovaniemi, ein Büro aufzumachen. Rovaniemi erhielt 2010 sogar den Status offizielle Heimatstadt des Weihnachtsmannes zu sein!

 

Vom Flughafen in Kittilä sind wir zu unserem Standort Äkäslompolo, eines der beiden Dörfer am Fuße des Yllästuntur, einem 718 Meter hohen Fjell. Und "eines der beiden" Dörfer? Jou! Die letzte Volkszählung in Äkäslompolo war im Jahre 2005 und es wurden sage und schreibe 394 Einwohner gezählt (immerhin, knapp 4,3-Mal so viel wie in » Solitaire, Namibia). Vom anderen Dorf, Ylläsjärvi, weiss nicht einmal Wikipedia etwas. Ihr seht - wir im Land des Yeti! Außer ihm, den Huskys, Rentieren und uns nix weit und breit! . . .  Hach, jaha, schon gut, schon gut. Der Yeti ist natürlich im Himalaya unterwegs. Aber als Fabelwesen hat er vielleicht einen Mini-Ausflug nach Äkäslompolo gemacht? In einer Schneeverwirbelung sah es nämlich so aus, als ob . . .

Flug und Ankunft

Unser Flug und die Ankunft waren schon super. Stellt Euch vor, wir hatten einen eigenen Sitzplatz und konnten es uns richtig gemütlich machen. Der Ausblick beim Landeanflug war überwältigend. So viel Schnee auf einmal hatten wir bis dahin noch nie gesehen, nicht 'mal » im kanadischen Winter - boah! Der Flughafen Kittilä war genau richtig für unsere Größe: winzigst und auf den Pfoten wenige Meter hurtig ins Gebäude. Und unsere Unterkunft? Kuschelig mit Kumpelbegrüßung. Überrascht waren wir, im Bad einen Schrank mit Schaltern vorzufinden. Wir dachten zuerst, dass darin die Therme für heißes Wasser verborgen ist. Weil - ein Kühlschrank wär ja Unsinn, wer braucht den schon bei den Temperaturen dort. Vorsichtig die Türe geöffnet und . . . Überraschung! Ein Schrank, um vom Schnee durchnässte Kleidung zu trocken, ha! Praktisch, praktisch, wir haben uns darinnen aufgewärmt.

 

 

So, was wollt Ihr zuerst sehen? Unsere Husky-Safari? Oder unsere Rentier-Safari? Oder das Snow Village? Oder noch mehr Schnee?! Hm, Münze werfen geht nicht, die hat nur zwei Seiten. Bei vier Möglichkeiten klappt das irgendwie nicht. Wisst Ihr was? Wir erzählen und zeigen in der Reihenfolge wie wir es erlebt haben. Hach wie doof, Schnee hatten wir ja immer . . . ok, Schluß mit de Fisematenten. Los geht's mit

Husky-Safari

Dafür mussten wir erst einmal zu Lapland Safari stapfen (Ne, kein Tippfehler, die Finnen schreiben Lappland mit nur einem 'p'. Großzügig sind sie nur mit den 'ä's und 'i's). Drinnen gab es ein wunderschönes altes Schneemobil, auf dem wir Platz nehmen durften. Danach - ab zur Huskyfarm, auf der wir von, haltet Euch die Ohren zu, 164 (in Worten: einhundertvierundsechzig) bellenden Huskys empfangen wurden! Nachdem wir eine kurze Einweisung in das Lenken eines Schlittens bekommen hatten, hieß es "Go!" und die Huskys verstummten. 10 Kilometer waren wir unterwegs, die Pfoten der Huskys flogen nur so dahin. Außer dem Gleiten des Schlittens war nix mehr zu hören, Schneestille, endlose Schneeweite - was für ein Erlebnis!

 

Rentier-Safari

Unsere Rentiersafari war genau so beeindruckend:

 

 

Und? Habt Ihr das letzte Foto genau angeschaut? Nach der einstündigen unfallfreien Fahrt haben wir den Rentier-Schlitten-Führerschein bekommen!

Übrigens: Im Frühjahr, nach der Schneeschmelze, gehen alle Rentiere in die Wildnis und vergnügen sich für sich alleine. Im Winter kommen sie dann wegen des Futters freiwillig zu ihren Farmen zurück.

 

Und jetzt nehmen wir Euch mit zum

Snow Village

Das Snow Village ist, wie der Name schon sagt, klar, komplett aus Schnee! Daher ist das Besichtigungs- und Wohnvergnügen nur von Dezember bis April möglich. Zum Ende des Jahres wird es gebaut und im Frühjahr schmilzt es ratzeputz weg. Kein einziger Schnee- und Eiskrümel ist mehr vorzufinden. Alles, was wir gesehen haben ist also einzigartig und gehört in nur wenigen Wochen der Vergangenheit an. Jedes Jahr stehen die Schnee- und Eisskulpturen, die von Künstlern aus der ganzen Welt geschaffen werden, unter einem anderen Motto. Ihr glaubt es nicht, der Aufbau des Snow Village und das Sägen der Skulpturen aus Eisblöcken dauert nur vier Wochen! Es gibt darin ein Restaurant, eine Ice-Bar, Zimmer zum Übernachten und eine Kapelle, in der Hochzeiten stattfinden. Geheiratet wird in Sekundenschnelle, weil die Bräute in ihren meist dünnen Kleidchen bei den Temperaturen doch arg frieren. Es kommt sozusagen immer zu einem zittrig gestammelten 'Ja'.

In diesem Jahr war das Motto "Game of Thrones". Kennt Ihr nicht? Das ist "die" Phantasy-Serie seit 2011 (guckt Ihr nach in » Wikipedia). Wer "Game of Thrones" kennt, weiß, dass nur der König und die Hand des Königs berechtigt ist, auf selbigem zu sitzen (guckt Ihr » hier). Tja, überall durfte man im Snow Village rumstapfen, gucken und anfassen. Dem Thron und dessen Wächter jedoch durfte man sich nur in gebührendem Abstand nähern, getrennt durch ein Absperrband. Uuund? Mikaela, unser Guide aus Tschechien, hat nur für uns (!!!) das Absperrband entfernt und wir durften Platz nehmen . . . danke!!!

 

So, jetzt gibt es noch Schneefotos für Euch. Keine Sorge, keine weißen Bilder ohne 'was drauf, das wär ja doof.

 

 

Hui, das war ein richtiges Jungs-Winter-Abenteuer, wie auf » Island.

Jetzt pulen wir uns aus unseren Wintersachen und bereiten uns auf unser Frühlingsabenteuer vor.


Euer Kasimir, Cäsar, Fredi und Kerl

p.s.

Ob sie gefroren hat? Wir sagen nur Zwiebelmuster -

1te Lage Merino-Ski-Wäsche, 2te Lage Thermo-Unterwäsche, 3te Lage Ski-Rolli, 4te Lage Funktions-Rolli, 5te Lage Skihose und Skijacke, 6te Lage Spezial-Thermo-Overall von Lapland Safari. Schuhe? Spezialthermojedöns für bis minus 40 Grad, kam also hin. Außerdem Sturmhaube, Mütze, zwei paar Fäustlinge. Kritisch war es nur einmal - fotografieren bei den Huskys. Da wären die Finger der rechten Hand beim Betätigen des Auslösers beinahe . . . Und wir? Also bitte! Haben wir Allwetter-Fell oder nicht?!

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