こんにちは - konnichi wa ... konnichi wie? Aaah - Hallo!

Kasimir, Cäsar, Fredi und Kerl besuchen Japan

 

Hui, das geht ja schon gut los, ... Aaalso こんにちは ist geschrieben konnichi ha. Das  は wird jedoch als わ=wa gelesen, deswegen konnichi wa gesprochen. Ja da wissen wir ja jetzt Bescheid. Du meine Güte, so langsam können wir eine Schriftzeichen-Sprachschule eröffnen: » Chinesisch, » Isländisch, » Hebräisch, » Russisch und jetzt auch noch japanische Schriftzeichen! Damit haben wir uns das "We were big in Japan!" redlich verdient und sind überhaupt nicht verwundert, dass » Alphaville schon 1984 von uns wusste.

日本

Aussprache ni, „Tag, Sonne“

Aussprache hon, „Ursprung, Wurzel, Beginn“ -

gesamt gesprochen Nihon oder auch Nippon, „Land der aufgehenden Sonne“
Achtung: nicht zu verwechseln mit Nappo,
Ihr wisst schon, die Nougatrauten.

Kurz und gut: 

Japan

Was für ein Land! Wobei, das stimmt so gar nicht. Japan besteht aus sage und schreibe 6852 (!) Inseln. Die Hauptinseln sind Honshū, Hokkaidō, Kyūshū und Shikoku. Da keine Kürbiszeit war (von wegen Hokkaidō), haben wir uns auf Honshū getummelt, wo auch Tokyo, die Hauptstadt Japans, liegt. Die wollten wir nämlich uuunbedingt sehen, jedenfalls auch. Hauptsächlich waren wir total gespannt auf die Kirschblüte - sakura. Und? Bingo! Bevor es jedoch mit der Fotosession für Blütenliebhaber losgeht, haben wir uns natürlich erst einmal auf den Weg gemacht, die knapp 10.000 Flugkilometer zu bewältigen. Unsere Anreise war zweigeteilt, erste Etappe Frankfurt - Dubai, zweite Etappe Dubai - Osaka. Wie Ihr an den Fotos seht, waren wir selbstverständlich in japanischer Landestracht unterwegs! Hier danken wir nochmal gaaanz doll » Frau Paul für das Schneidern der Kimonos!

Unsere Anreise von Frankfurt über Dubai nach Osaka

So, und jetzt auch gleich zur

Hauptattraktion - 桜 sakura

Die japanische Kirschblüte ist eines der wichtigsten Symbole der japanischen Kultur. Sie steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. Die Zeit der Kirschblüte ist ein Höhepunkt im japanischen Kalender, der Anfang des Frühlings und wird mit einem Kirschblütenfest, dem Hanami (花見 was tatsächlich korrekt "Blüte betrachten" bedeutet) , gefeiert.

Begeistert waren wir von den Stützkonstruktionen an den Bäumen für die Bäume. Sie dienen dazu, die Äste vor dem Abknicken zu schützen. Weshalb sie abknicken könnten? Schnee! Ja doch, in Japan kann es ganz ordentlich schneien. Immerhin haben die Olympischen Winterspiele 1940 und 1972 in Sapporo stattgefunden und 1998 in Nagano. Und die Schneelast würde den Bäumen großen Schaden zufügen. Die Japaner lieben ihre Bäume so sehr, dass sie alles daran setzen sie zu bewahren. Wir finden, da sollten wir uns ein Beispiel dran nehmen und achtsam(er) mit unserer Natur umgehen. Und da wir beim Grün sind, direkt noch mehr

japanische Flora und Landschaft

Was Japan noch zu bieten hat? Gaaanz viel, wirklich. Also da sind zum Beispiel die Toiletten. Das ist doch ein wichtiges Thema! Schließlich ist das fast der erste Gang nach 10.000 km Flug beim Betreten fester Erde - oder etwa nicht? Abgesehen davon, dass man genau instruiert wird, wie man sich auf den Örtchen zurechtsetzt, sind selbige hochtechnisiert! Wer mag, kann seinen Aufenthalt musikalisch untermalen lassen, den Toilettensitz temperieren (sehr angenehm!) und alle möglichen Wasserspiele starten. Wir empfehlen: als erstes ausfindig machen wie die Spülung in Gang gesetzt wird. Weil, wenn man erst alle Knöppe ausprobieren muss, . . .

Wasserspiele in Japan

Dann das Essen. Wir haben tapfer während unseres gesamten Aufenthaltes mit Stäbchen gegessen. (Wer wissen mag, weshalb Japaner mit Stäbchen essen, findet auf  » Weshalb... mit Stäbchen essen eine Erklärung). Nein, Suppe natürlich nicht, also wirklich. Dafür gibt es kleine Schälchen, mit denen man die Suppe quasi schöpft. Ein bisken enttäuscht waren wir von den Süßwaren. Wir sind ja eher Schokoladenfans, so dass die rote Bohnenpaste, die in unterschiedlichste weiche Teige gepackt wird, nicht sooo dolle war. Gut fanden wir, dass das, was man im Restaurant bestellen kann, immer als Plastikmuster ausgestellt ist. Weshalb wir das gut finden? Na wegen der japanischen Schrift! Denn Bilderbücher zur Orientierung wie in » China gibt es in japanischen Lokalen nicht. Ja und an Raststätten gibt es alles in Automaten. Puh, eine Wissenschaft für sich und zum Glück dort dann doch bebildert.

Gaumenfreuden in Japan

Da wir schon beim Essen sind, gucken wir uns mit Euch auch das

Markttreiben in Japan

an - mit viiiel Fisch, den die Japaner gerne roh verspeisen.

Habt Ihr die Chilischoten am Ende gesehen? Und das Eis? Klar! Was daran interessant ist? Wir sagen nur: Katrin und ihr spicy-Eis. Aaalso, auch Katrin war wieder mit dabei, mit der wir schon in » Namibia, » Amsterdam und » Schottland waren. Sie hatte sich auf einem Markt für ein spicy-Eis entschieden . . . wow, das Chili hat ihr ordentlich eingeheizt! Die Frage war - wohin mit dem Eis?! Denn: Japan ist das, wirklich wirklich wirklich, sauberste Land, das wir je betreten haben. Nirgends auch nur der Hauch, geschweige denn der Gedanke von-an Müll! Und das Beste: Nirgends auch nur der Hauch eines Abfalleimers! Glaubt es oder nicht, die Japaner nehmen ihren Müll mit nach Hause, so isses. Tjä, in welche Hosentasche packt man dann ein Eis, das man beim besten Willen nicht (auf)essen kann?! Dankenswerterweise durfte sie das Eis am Stand einer Marktfrau entsorgen . . .

So, bevor es städtisch wird, widmen wir uns mit Euch den Schneeaffen in Yamanouchi in der Präfektur Nagano, Shirakawagō - einem Dorf mit strohgedeckten Bauernhäusern, den Tempeln und Schreinen und IHM, dem Fuji!

Die Schneeaffen in Yamanouchi

heißen eigentlich Japanmakaken. Sie leben in den japanischen Alpen und haben daher ein dickes Fell mit dichter Unterwolle. Das schützt sie vor Kälte von bis zu minus 15 Grad Celsius! (Zugegeben, das kommt noch laaange nicht an unser Temperaturerlebnis in » Lappland heran.) Keine andere Affenart lebt nördlicher. Sie sind neben uns, äh... den Menschen, also Euch, die einzigen Primaten, die unter solchen Bedingungen überleben können. (Sagt 'mal, eigentlich sind wir doch auch Primaten, weil wir doch prima sind! Und im » Nemo-Museum in Amsterdam hatten wir den Primaten-Test schließlich auch bestanden!) Sie begnügen sich mit karger Kost wie Pflanzenmark, Baumrinde oder Zedernnadeln. Um sich warm zu halten fressen sie so viel wie möglich. Und nach dem Essen kommt die Belohnung: Bei 40 Grad Wassertemperatur (!) widmen sie sich stundenlang der Körperpflege. Wenn sie die heißen Quellen von Yamanouchi verlassen, schütteln sie einfach das Wasser ab, um nicht zu erfrieren. Außerdem schützt ihr dichtes Unterfell sie vor kompletter Durchnässung. Übrigens - die heißen Quellen erinnerten uns an » Island . Und noch etwas: die Fotos haben wir OHNE Tele gemacht. Wir konnten tatsächlich bis auf wenige Zentimeter heran (vielleicht wegen der Fell-Verwandtschaft?).

Shirakawagō

wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Es ist für seine Häuser bekannt, die im Architekturstil namens Gasshō-zukuri (合掌造り, etwa: „Stil der zum Gebet gefalteten Hände“) erbaut wurden. Diese Bauweise, in Kombination mit der Strohabdeckung, hält den dortigen schweren Schneefällen (bis zu 4 m!) stand und lässt den Schnee wegen der 60 Grad-Neigung der Dächer einfach herabgleiten. Da sagen wir doch: kluge Baumeister.

Tempel und Schreine

- da haben wir uns erst einmal gefragt, was denn der Unterschied ist. Aaalso, der Unterschied leitet sich von den beiden Hauptreligionen Japans ab. Da gibt es einmal die ur-japanische Naturreligion, den Shintoismus (Shintô), nach deren Legenden der Japanische Kaiser (Tennô) ein direkter Nachkomme der Sonnengöttin Amaterasu ist, und dann den aus China im 6. Jahrhundert eingeführten Buddhismus (Bukkyô). Shintô- Schreine lassen sich vor allem durch das Torii, ein hölzernes Eingangstor, das aus zwei Grundpfeilern und zwei Querbalken besteht und meist rotlackiert ist, von buddhistischen Bauwerken unterscheiden. Im Eingangsbereich steht außerdem ein Wasserbecken mit fließendem Wasser zur rituellen Reinigung von Händen und Mund bei Eintritt in das Gelände. Ja dann, Ihr wisst jetzt Bescheid, ob ein Tempel oder ein Schrein abgebildet ist -

Wer hätte das gedacht - die drei Affen, nichts hören - nicht sagen- nichts sehen, haben ihren Ursprung in einem japanischen Sprichwort:
非禮勿視,非禮勿聽,非禮勿言,非禮勿動  -
„Was nicht dem Gesetz der Schönheit [= angemessenes Verhalten] entspricht, darauf schaue nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, darauf höre nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, davon rede nicht; was nicht dem Gesetz der Schönheit entspricht, das tue nicht.“
Und wer mitgezählt hat stellt fest - vier Affen sind notwendig, von wegen 'nichts tun'. Den haben wir hier in Europa irgendwie geschlabbert, seltsam.

 

Und je-he-tzt - ER, von wegen Futzi (oh, 'tschuldigung)

Fuji

Zweites Foto Fuji-kato? Genau, jetzt wisst Ihr  weshalb man, wenn etwas, obwohl es da ist, weg ist, Fuji-kato sagt. Was für ein Glücksmoment, dass wir ihn sehen durften!

Sooo, uns fehlt noch das japanische Strassentreiben, Tokyo, bisken Kurioses uuund - ja was wohl? Vermisst Ihr denn gar keine Starfotos von / mit uns?! Ph, dann heben wir uns die für ganz zum Schluß auf! Das habt Ihr jetzt davon.

Strassentreiben (und -funde) in Japan

Tokyo-Ansichten

Kurioses in Japan

Also, der Hase - da zitieren wir jetzt » Wikipedia:

"Tsuki no Usagi (月の兎; zu „Hase im Mond“, beziehungsweise „Hase auf dem Mond“ oder schlicht „Mondhase“) ist ein fiktives Wesen der japanischen und der chinesischen Mythologie. In Japan entspringt der Glaube an den „Mondhasen“ der Shintō-Religion und nimmt Bezug auf die Legenden „Vom Fuchs, dem Affen und dem Hasen“ und „Der weiße Hase von Inaba“ (因幡の白兎, Inaba no shirousagi)." - Ja da staunt Ihr, ich Cäsar, bin mythologisch!

 

Und 'Beware of Bears!!' -

Ehrlich gesagt dachten wir an einen Scherz. Aber nein, es gibt tatsächlich wilde Bären im Umlauf, vor denen man sich in Acht nehmen muss! Bei den Bären handelt es sich um Kragenbären –  ツキノワグマ, tsuki no waguma). Der Kragenbär frisst hauptsächlich Pflanzen und Nüssen, aber auch Insekten, kleinere Nagetieren und ab und zu Aas. Da immer mehr Zedern und Zypressen im Westen Honshūs wachsen, die für den Kragenbären keine Futterquelle bieten, wird der Lebensraum leider nach und nach kleiner. Deshalb frisst der Kragenbär dort, wo es wilde Bambuswälder gibt, die jungen Bambussprossen. Da diese wiederum auch von Menschen (den Primaten und uns, Ihr erinnert Euch) gesammelt werden, kommt es zwangsläufig zum Aufeinandertreffen. - Okeeey, glücklicherweise hatten wir nicht die Absicht Bambussprossen zu sammeln.

Und endlich Wir - Starfotos!

Zum Super-Super-Super-Sportauto müssen wir noch was sagen. Weil, das war total abgesperrt und niiiemand durfte an das Auto ran. Tja, und? Was seht Ihr? Sie hat wie immer mutig gefragt, wir unseren Charme spielen lassen - und wir durften, tätäää, hinter die Absperrung - danke Nissan!

uuund- ein Danke schön an Katrin für die Post aus Tokyo

Seht Ihr den Pin an meinem, Kasimirs, Obi? (Ne, nicht der Baumarkt, dem Gürtel, so heißt das.) Den hab ich von Katrin geschenkt bekommen!


ありがとう 日本 (Arigatō Nihon) - Danke Japan!

Falls auch Ihr einmal Japan besucht - arigatō wird aligato gesprochen (die Asiaten haben es ja nicht so mit dem 'r').

 

So Ihr Lieben, wer jetzt noch nicht genug gesehen hat, der muss selbst hinfahren.
Und wer mehr über Japan wissen mag guckt bei » Wikipedia.

Wir ruhen jetzt ein bisken, um uns auf unser nächstes Abenteuer vorzubereiten - auf bald!

 

Euer Kasimir, Cäsar, Fredi und Kerl

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